7. April 2026

Psychologisches Fachwissen im Coaching

Ich möchte mit diesem Beitrag ein bisschen Orientierung geben und vorwegschicken: Ja, Coaching braucht psychologisches Fachwissen. Der Coaching-Begriff ist nicht geschützt und des darf sich so ziemlich jeder in irgendeiner Weise und auf irgendeinem Gebiet Coach nennen. Für den seriösen Anbieter einer Coaching-Dienstleistung ist es daher äußerst wichtig (aber auch schwierig), sich von schwarzen Schafen abzuheben und die Qualität der Dienstleistung herauszustellen. Im Interesse potentieller Kunden ist das jedoch ein Muss.

Bleiben wir ganz aktuell. Ich möchte an dieser Stelle auf eine äußerst sehenswerte Reportage von Thilo Mischke auf PRO7 hinweisen (Ausstrahlung am 23.03.). Der Titel lautete: Das Geschäft mit dem Coaching - Zwischen Motivation und Manipulation. Diese Reportage wirft ein Schlaglicht auf die Branche und ich gebe an dieser Stelle gern ein paar zusätzliche Hinweise für den- bzw. diejenige, die mit dem Gedanken spielt Coachingleistungen in Anspruch zu nehmen.

Zunächst ist festzuhalten, und das ist eine fundamentale Richtlinie im Coaching, dass keine Heilversprechen abgegeben werden. Es wird kein "Stein der Weisen" verkauft und erst recht keine Glücksrezepte, die in ihrer sukzessiven Abarbeitung Reichtum versprechen. Coaching ist vielmehr ein interaktiver Beratungsprozess, bei dem ein Coach den Klienten (Coachee) bei der Erreichung beruflicher oder privater Ziele unterstützt. Der Ansatz ist systemisch, d.h. es wird nicht nur die Person sondern auch deren Umfeld betrachtet. Coaching fördert die Selbstreflexion und verhilft genau genommen zur Selbsthilfe. Handlungsrahmen und -horizont werden erweitert. Coaching ist zukunftsgerichtet und Coaching ist KEINE Therapie! Hier gilt es klar abzugrenzen und m.E. benötigt ein seriöser Coach an dieser Stelle Grundkenntnisse in psychologisch-klinischer Diagnostik. Warum? Coaching muss von Psychotherapie klar abgegrenzt werden, damit der Klient die Hilfe erhält, die er/sie tatsächlich braucht. Nicht der eigene Geldbeutel steht im Vordergrund sondern Seriosität und das Wohlbefinden des Klienten. Ein Coach ist kein Therapeut! Beide, sowohl Coach als auch Therapeut, müssen jedoch die Mittel und Methoden der psychologischen Gesprächsführung kennen und Kompetenzen in der Anwendung weiterer psychologischer Mittel besitzen.

Psychologisches Coaching verbindet das Anwenden von Coaching-Methoden mit fundiertem psychologischen Wissen und gesundem Menschenverstand. Bei der Auswahl eines Coaches sollte daher stets ein Auge auf dessen Ausbildung und ggf. Zertifizierung geworfen werden. Im Business-Coaching steht m.E. auch der berufliche Werdegang des Coaches im Fokus. Wer z.B. Führungskräfte beraten will, muss Führungssituationen kennen! Anders ist eine Kommunikation auf Augenhöhe kaum vorstellbar.

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